Ich schaue aus dem Fenster und es stürmt die ganze Nacht. Zu hören wie der Regen auf die Scheibe prasselt gibt mir aus irgendeinem Grund ein sehr angenehmes Gefühl.
Ich wusste das dieser Tag kommen musste. Ich kann nicht so einfach ein Schlachtfeld verlassen, einfach so, weder mit Sieg noch Kapitulation. Ich kann nicht so lange im Feuer stehen und plötzlich sagen ich will nicht mehr brennen. Die Wunden so schnell stopfen ist wie sie noch mehr aufzureißen damit man den Unterschied nicht mehr merkt.
Not gleicht einem starken Wind. Damit meine ich nicht nur, daß sie uns von Orten fernhält, die wir sonst wohl aufgesucht hätten. Nein, sie entreißt uns auch alles bis auf das, was uns nicht entrissen werden kann, so dass wir danach dastehen wie wir wirklich sind und nicht so wie wir vielleicht gerne wären.
Und diese eisige Kälte. Irgendwie bin ich es schon gewohnt, sodass Regen für mich wirklich erleichternd ist.
Wie anstrengend es doch ist das zu sein was man sein will und nicht das was man ist. Ich bin die Meisterin im Verdrängen und ich hab bis jetzt immer noch nie so recht eine andere Lösung für alles gefunden. Es ist als hätte ich zwei Gewehre in der Hand gehabt und wäre einfach damit davonmarschiert. Und alles zurückgelassen.
Gib mir nicht die Schuld für deinen Schmerz und mein Verschwinden. Gib mir lieber die Schuld dafür das ich so getan habe als wäre das das einzig richtige. Es war nicht einfach ohne dich aber ich kann nicht wieder kämpfen. Ich habe die Waffen weggeworfen und sie durch Blumen ersetzt. Alles was ich tun kann ist dir diese Blumen zu schenken, um dir ein Lächeln zu entlocken und alles einfacher zu machen.
Warum muss alles was deine Sturheit anrichtet so unglaublich kompliziert katastrophal sein? Und warum fühle ich mich bei alledem mitschuldig?
It is time, to do the right thing.

